Der Tag beginnt und endet.
Dazwischen schreibe ich.
Also immer!






























Pressebericht Bild der Frau


Heute ist der 13. Februar, ein Jubeltag für Rüdi und mich. Es ist bitterkalt - wie auch schon vor drei Jahren. Hat uns damals nicht abgehalten, unser erstes Date an einem Ortsschild stattfinden zu lassen. Ja, wir sind ein bisschen anders. Findet die Bild der Frau auch, die mich in diesem Moment anruft ... 



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©Christian Hass, Stuttgart



Man kennt das ja von mir. Klingelt das Telefon, verstehe ich im ersten Moment den Namen nicht. Und schon bimmelt das Ding. Eine nette Dame ist dran: "Hallo, hier ist grmpfs von grpmfs". Ich sollte mal meine Ohren checken lassen. Jedenfalls klingt es fast so wie eine bekannte große Versicherung. Ich dachte, hä, was wollen die denn von mir? Sie erzählt und erzählt, bis mir irgendwas seltsam vorkommt. Das Gesagte passt so gar nicht zum grundsätzlichen Gesprächsstoff einer Versicherung. Vorsichtshalber hake ich noch mal nach. Ist mir echt peinlich, aber ich muss das jetzt wissen. Mein Hirn ist dahingehend strikt. Bei allem Unwichtigen schaltet es sofort auf Durchzug. Mein Instinkt funktioniert eindeutig besser als mein Hörorgan. Er schnallt sofort, dass es sich um Wichtiges handeln muss. Auch ohne Durchblick oder einwandfrei identifiziertem Namen. Drei Sekunden später ist alles klar. Die liebe Cecile von Bild der Frau ist dran. Ich bin erleichtert und gleichzeitig aufgeregt, als ich erfahre, dass eine Lovestory von Rüdi und mir dort abgebildet werden soll.

Nach all der Verwirrung wird mir erst eine Stunde nach dem Gespräch bewusst, dass es hier spuken muss. Das kann jetzt echt nicht sein?!?! Exakt an unserem dreijährigen Jubiläum, am 13. Februar 2018 ruft die Bild der Frau wegen Veröffentlichung unserer Lovestory an? So etwas kann auch nur dem Rüdi und mir passieren. Uns passieren solche Dinge ständig.

Zwei Tage nach diesem Ereignis werde ich erst mal krank. Die schlimmste Grippe aller Zeiten rafft mich dahin. Geht grad dem Großteil Deutschlands so, ich darf also nicht meckern. Hinsichtlich des Timings bin ich allerdings schon sauer. Am nächsten Tag wollte Herr Fotograf Christian vorbeikommen wegen dem Lovestory-Shooting. Rüdi zickt furchtbar herum, obwohl er gesund ist. Er hat andere Probleme, die ursächlich mit der Tatsache zusammenhängen, dass er auch Fotograf ist. Die sind dahingehend alle gleich: Zieren sich furchtbar, wenn sie mal vor die Kamera sollen. Ich finde die Probleme des Rüdi verschwindend lächerlich im Gegensatz zu meinen: Ich komme nicht aus dem Bett.  Okay, wir verschieben auf Montag. Ich bin erst mal erleichtert, Rüdi auch. Drei Tage werden ja wohl reichen bis zur Besserung. Hoffentlich auch für Rüdi, um sich mit den vertauschten Begebenheiten anzufreunden: Er ausnahmsweise mal VOR statt HINTER der Kamera.

Der Montag mit nach wie vor knapp 39 Grad Fieber begrüßt mich herzlich, ufff. Was muss, das muss. Die Redaktion benötigt das Bildmaterial spätestens am Dienstag. Ich fühle mich hundeelend und frage mich, wie ich in dem Zustand verliebt gucken soll. Sorry, Rüdi, wenn ich das so sage. Momentan ist mir echt nicht nach verliebt sein, auch wenn ich dich sehr lieb habe. 

Irgendwie schaffe ich es kurz vor Mittag unter die Dusche. Dafür fast nicht mehr aus ihr heraus. In Etappen mit Pausen von jeweils mindestens 20 Minuten föhne ich zuerst meine Haare. Danach versuche ich, die grippalen Spuren in meinem leidenden Gesicht zu überschminken. Ein Blick in den Spiegel ergibt: Au weia! Nützt alles nix. Ich hoffe auf die Top-Fähigkeiten des Fotografen-Kollegen aus Stuttgart. 

Wie ihr seht, haben wir dieses Shooting irgendwie hingekriegt - Fieber, Husten, wackligen Beinen und Grippe zum Totz. Viel Spaß beim Lesen des Artikels und unserer außergewöhnlichen Lovestory.



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Diese findet ihr in den beiden Büchern unten. Ein Klick auf das jeweilige Bild führt euch weiter.






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